Forma Design System

Design SystemsFigmaReactTypeScript

Forma ist das Design System, das ich für eine mittelgroße SaaS-Plattform mit drei Produkten und einem Team von zwölf Designern und Entwicklern aufgebaut habe.

Ausgangslage

Drei Produkte, drei Codebasen, dreimal ähnlich aussehende Buttons — aber keiner davon identisch. Das war die Ausgangslage: technische Schulden in Designform.

Das Ziel war kein Styleguide, der in einem Wiki veraltet. Gefragt war ein lebendiges System, das in den täglichen Workflow integriert ist.

Token-Architektur

Forma arbeitet mit drei Token-Ebenen:

  1. Primitive Tokens — Rohe Werte ohne Kontext: color.grey.900, spacing.4
  2. Semantic Tokens — Bedeutungstragende Referenzen: color.foreground, spacing.content
  3. Component Tokens — Komponentenspezifisch: button.padding.horizontal

Diese Hierarchie macht Theming trivial: Ein neues Thema überschreibt nur die semantische Ebene — die Primitives und Komponenten bleiben unberührt.

Komponenten-Bibliothek

Die Komponentenbibliothek umfasst 60+ Komponenten in React mit TypeScript. Jede Komponente folgt dem gleichen Muster:

  • Eingekapselte Logik, keine externen Abhängigkeiten
  • Zugänglichkeit nach WCAG 2.1 AA als Grundanforderung
  • Variants über class-variance-authority, nicht über Prop-Drilling
  • Vollständige Storybook-Dokumentation mit Interaction Tests

Figma-Synchronisation

Das entscheidende Feature: Tokens werden via Style Dictionary aus einer einzigen JSON-Datei generiert — sowohl für CSS Custom Properties als auch für Figma Variables. Design und Code sind nie mehr als einen Commit auseinander.

Ergebnis

Nach sechs Monaten: 40% weniger Design-Review-Kommentare, drei neue Features in Rekordzeit gebaut, kein “warum sieht dieser Button anders aus” mehr in Retros.

Das war der Moment, in dem ein System aufhört, Aufwand zu sein — und anfängt, Geschwindigkeit zu bedeuten.